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ADHS-Kinder: Wie gehe ich entspannt mit ihnen um? Praxistipps Teil 2

ADHS-Kinder sind schwierig – das zumindest wird vielfach behauptet. Wir geben Ihnen Praxistipps für ein entspanntes Miteinander!

 

ADHS-Kinder und ein entspannter Umgang mit ihnen – Tipp 6

Regeln und Verbote sind gut, noch besser ist es sich auf wenige, dafür aber eindeutige Richtlinien zu beschränken. ADHS-Kinder brauchen kurze und prägnante Sätze, besonders wenn es um Anweisungen geht! Für lange, ausschweifende Erklärungen fehlt dem Kind die Konzentration.

 

Tipp 7

Feste Strukturen sollten das Leben in der Familie bestimmen. Achten Sie daher darauf, dass einmal aufgestellte Regeln auch konsequent eingehalten werden. Erfolg verspricht es, wenn ADHS-Kinder unnachgiebig, aber liebevoll an ihre Pflichten erinnert werden, wenn Lob vor Strafe steht, das Feedback direkt kommt und Lösungsansätze positiv gehalten sind. Auch ein Belohnungsplan kann eine schöne Sache sein. Durch ihn lernen ADHS-Kinder sich an Regeln zu halten und verknüpfen ihr Handeln mit positiven Erfolgserlebnissen. Das spornt an.

 

Tipp 8

Nicht immer ist es möglich, sich positiv zu verhalten. Es gibt große Vergehen, die man nicht einfach ignorieren kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich wiederholen ist geringer, wenn die Strafe sofort und in logischem Zusammenhang erfolgt. Wichtig ist auch, dass Eltern immer konsequent sind und beide Elternteile an einem Strang ziehen. Was verboten ist, das bleibt es auch. Mit einer liebevollen, aber konsequenten Durchsetzung der Regeln haben es ADHS-Kinder einfach, Situationen einzuschätzen und diese für sich zu akzeptieren.

 

Tipp 9

Viel Gerede verwischt oft die momentane Situation. Wichtiger ist es, dass Rückmeldungen, egal ob in positiver oder negativer Art, als Belohnung oder Strafe oft und immer direkt erfolgen. ADHS-Kinder, egal ob mit oder auch ohne Hyperaktivität, sind noch mehr auf unmittelbare Konsequenzen fixiert und angewiesen als andere Kinder. Damit haben sie eine Orientierung, um ihr eigenes Verhalten besser kontrollieren zu können. Dadurch können sie auch ihre Leistungen verbessern.

 

Tipp 10

Tadeln oder bestrafen sie ihr Kind nie vor anderen Personen. ADHS-Kinder haben einen schlechten Ruf und werden daher oft falsch beschuldigt.  Nehmen Sie die Beschwerden an, reden aber mit ihrem Kind zu Hause in aller Ruhe über die Situation und lassen Sie sich alles aus der Sicht ihres Kindes schildern. Oft stellt sich dann heraus, dass es kein böser Wille war, was passiert ist, sondern dass einfach eine andere Situation unbewusst das Problem hervorgerufen hat.

ADHS-Kinder: Entspanntes Miteinander durch konsequente Umsetzung

Wenn Sie diese Tipps und Regeln in ihren Tagesablauf fest einbauen können und auch konsequent verfolgen, wird es in der Familie bei Eltern und auch Kindern ein viel entspannteres Miteinander geben. Auch wenn Dinge passieren, die man schwer wegstecken kann, Beleidigungen oder dergleichen, denken Sie daran, dass ADHS-Kinder es nicht wirklich so meinen, und vergeben Sie immer wieder. So kann ein starkes Vertrauen zwischen allen Beteiligten aufgebaut werden.

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